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Florian Görner und Nick Emmrich sind Vize-Meister!

02.11.22

Finale! Die letzten zwei Wertungstage zur Int. Deutschen Enduro Meisterschaft, galt es in Rüdersdorf bei Berlin zu absolvieren. Die drei Sonderprüfungen, je ein Extrem-, Cross- und Enduro-Test, fanden bei den Aktiven viel Anklang, während die Bewertung der Etappenführung mit „absolut zermürbend“ weniger positiv ausfiel. Entsprechend geschafft und platt waren die Fahrer, als sie am zweiten Tag das Ziel im Museumspark Rüdersdorf erreichten und damit den Schlusspunkt einer langen Saison setzten.

Die größten Erfolgsaussichten ein Top-Resultat zu erzielen hatte Florian Görner, der auf Platz zwei in der Klasse E3 liegend zum Finale kam. Der Vizetitel war sein erklärtes Ziel und das erreichte er mit Bravour. „Ich freue mich total, das ich es geschafft habe“, strahlt der 22-Jährige über beide Ohren, der mit seinem Wochenende vollkommen zufrieden war, „zweimal Tageszweiter, den Vizetitel und auch im Championat bin ich so weit vorn, wie noch nie!“ Dort holte Florian mit Tagesrang vier am zweiten Tag sein bis dato bestes Ergebnis in dieser klassenübergreifenden Wertung überhaupt. Zudem schloss er die Meisterschaft auf dem sensationellen vierten Platz ab. „Rang fünf war realistisch und damit schon ein Riesenerfolg für mich. Das es jetzt noch einen Platz nach vorn ging, liegt daran, das Tilman Krause ausgefallen ist“, so die faire Einschätzung des frisch gebackenen E3-Vizemeisters.

In der Tat war Tilman Krause das Thema Nummer eins in Rüdersdorf. Am ersten Fahrtag, im letzten Test, unmittelbar vor seinem ersten DEM-Titelgewinn kam der Norddeutsche so heftig zu Sturz, dass er bewusstlos liegen blieb und mit massiven Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde. „So viel Pech wie er, kann man gar nicht haben“, fühlt auch Nick Emmrich mit, der mit dem Unglücksrabe schon viele Jahre befreundet ist. Als wäre das nicht schon Dramatik genug, schied mit Jeremy Sydow am folgenden Morgen der nächste Titelkandidat, allerdings mit technischem Defekt, vorzeitig aus. Plötzlich hätte auch Nick Emmrich noch Meister werden können, der sich in dieser Saison besonders durch seine Konstanz auszeichnete. Am Ende verabschiedete er sich mit einem zweiten Tagesrang und dem E2-Vizetitel aus dieser Saison. „Klar nehme ich den Erfolg gern mit. Aber ich weiß genau, wie ich diesen einzuordnen habe. Für Tilman tut mir das alles nur eben unheimlich leid“, so der 33-jährige Routinier.

Chris Gundermann präsentierte sich in Rüdersdorf gewohnt stark und sicherte sich nach Rang zwei am ersten Tag, den E2-Klassensieg am zweiten. Dieses Resultat stellt für den großgewachsenen KTM-Fahrer eine Premiere dar, denn noch nie stand Chris bei einem DEM-Lauf auf dem obersten Treppchen. „Der erste Tag begann, mit einem Sturz gleich im ersten Test an einer Steilauffahrt, alles andere als gut. Irgendwie fiel es mir schwer, meinen Rhythmus zu finden. Der zweite gestaltete sich hingegen wesentlich besser. Endlich einmal einen Tagessieg zu holen, macht mich wirklich sehr glücklich und zufrieden. Ein äußerst positiver Saisonabschluss, der unheimlich motivierend für das kommende Jahr ist“, resümiert der 29-Jährige mit einem Lachen.

Ebenfalls ein gutes Wochenende durchlebte Kevin Nieschalk, dessen kämpferische Leistung gemessen an Siegerpokalen leider unbelohnt blieb. „Zweimal Tagesvierter ist okay, aber auch ein wenig ärgerlich“, findet Kevin, der am ersten Tag sogar Hoffnung auf einen Podestplatz hatte. „Die erste Runde lief wirklich perfekt. Ich habe nahezu jede Spur getroffen, wie ich sie mir vorgenommen hatte. Das wollte ich gern in der zweiten Runde wiederholen. Doch das klappte überhaupt nicht, ich bin sogar mehrfach gestürzt. Vielleicht habe ich mir da selbst zu viel Druck gemacht“, so der 25-Jährige, der sich zwar in der letzten Runde wieder fing, aber keine Chance mehr hatte auf das Podest zu fahren. „Und der zweite Tag lief dann eigentlich ganz genau so, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, so der KTM-Fahrer augenzwinkernd, der damit auch die Saison auf dem undankbaren vierten Platz in der E1 abschloss.

Karl Weigelt sorgte mit Platz drei bei den Junioren am ersten Tag für eine weitere Podestplatzierung für das Team Sturm Zschopau. „Ja, das war ein guter Tag“, nickt der KTM-Fahrer und berichtet weiter, „wenngleich der mit einem Sturz im ersten Test nicht ganz so schön begann. Aber ich konnte mich dann wieder gut hineinfinden. Der zweite Tag war hingegen gar nichts. Der ging schon ganz bescheiden los. Gleich mehrere Stürze in der ersten Runde kosteten viel Zeit.“ Danach war bei Karl etwas der Riemen runter, wie er ehrlich zugibt. „Ab da war es wirklich schwierig, sich zu motivieren. Zumal die Etappe auch so langweilig und zermürbend war. Das hat wirklich keinen Spaß gemacht. Ich bin dann ehrlicherweise nur noch sauber durchgerollt, wollte nichts mehr riskieren, da ich in der Meisterschaft eh nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren hatte“, so der 23-Jährige abschließend, der altersbedingt seine letzte Saison in der Junioren-Klasse mit dem vierten Meisterschaftsrang beendete.

Mit dem Finale in Rüdersdorf ging nun auch die DEM-Saison zu Ende, während der DMSB Enduro Cup schon in der Vorwoche abgeschlossen werden konnte. Mit insgesamt zwei Meistern und vier Vizemeistern war auch 2022 für das Team Sturm Zschopau wieder ein sehr erfolgreiches Jahr! An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Fahrern für ihre großartigen Leistungen bedanken, ebenso wie bei allen Betreuern für ihr grenzenloses Engagement, ohne die es das Team Sturm so in dieser Form gar nicht geben würde. Und nicht zuletzt ein großes Dankeschön an alle Partner und Sponsoren, die uns auch in diesen turbulenten und nicht gerade einfachen Zeiten weiterhin so großartig unterstützt haben!

Text: Peter Teichmann