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  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

  Mo-Fr: 9:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr, Sa: 09:00 - 12:00 Uhr

4. DEM-Lauf in Tucheim – „Wirklich eine Top-Veranstaltung. Die Organisatoren lassen sich doch tatsächlich immer wieder etwas Neues einfallen“, findet Nick Emmrich für den ausrichtenden MC Fiener Tucheim e.V. anerkennende Worte. So wurde die Strecke erstmals seit gut 25 Jahren anders herum gefahren. Zudem gab es eine gänzlich neue Sonderprüfung, in der drei selektive Waldstücken mit teils umgestürzten Bäumen für die nötige Würze sorgten.

„Es hat wirklich extrem viel Spaß gemacht“ strahlt Nick, der endlich auch einmal mit seiner Leistung zufrieden war. „Ich bin einige gute Prüfungszeiten gefahren, die mich durchaus positiv stimmen. Das war in Burg ja nun leider gar nicht der Fall.“ Auch wenn der, bereits seit 2005 in der Meisterschaft aktive Borstendorfer in seiner Karriere scheinbar alles erlebt hat, gibt es doch immer wieder Überraschungen. „Kurz vor dem Start in den zweiten Test bemerkte ich, dass sich die Bremsbeläge komplett abgelöst hatten. Und in der gleichen Prüfung, nur eine Runde später, habe ich mir den Auftritt meines Fußbremshebels komplett weggetreten. Irre, so etwas habe ich echt noch nie erlebt“, berichtet Nick, der mit Rang sechs in der E3 durchaus zufrieden ist.



Einen Rang davor platzierte sich Florian Görner, der an diesem Tag ein wahres Sturz-Festival erlebte. „Im ersten Test hat es mich gleich dreimal runter gehauen. Und auch danach in fast jedem ein weiteres Mal“, seufzt der 20-jährige Scharfensteiner, der dennoch nicht ganz unzufrieden war. „Zwar konnte ich nicht ganz umsetzen, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Doch Platz fünf in der Klasse und Rang dreizehn im Championat gehen schon in Ordnung.“



In der Klasse E2 wurde Patrick Irmscher guter Achter. „Das ist meine beste DEM-Tagesplatzierung überhaupt“, zeigt sich der Amtsberger durchaus stolz, der dennoch an seiner Fahrweise Verbesserungspotenzial sieht. Für die Veranstaltung selbst hatte auch er nur lobende Worte übrig: „Für mich war es die bisher schönste Veranstaltung in diesem Jahr. Die Organisatoren haben sich in allen Bereichen wirklich viel Mühe gegeben.



Unmittelbar hinter Patrick belegten Maik Schubert und Martin Kradorf die Plätze neun und zehn. Doch nicht alle Team-Fahrer konnten ihr Punktekonto aufstocken. Wie es sich bereits im Wochenverlauf abzeichnete, verzichtete Andreas Beier auf einen Start in Tucheim. Tobias Opitz (E1) musste nach einem heftigen Sturz und die dadurch hervorgerufenen Schwindelgefühle vorzeitig aufgeben. Auch Junioren-Fahrer Marvin Poller sah das Ziel nicht. Ein technischer Defekt (Kupplungsschaden) stoppte ihn in aussichtsreicher Position, ebenso wie Support-Fahrer Chris Gundermann (E3), der sich bei einer unsanften Berührung mit einem Streckenbegrenzungspfahl den Kühlerschlauch herausriss.

Dafür sorgte Kevin Nieschalk als starker Dritter bei den Junioren für einen Lichtblick. „Eigentlich mag ich keinen Sand. Ich bin auch sehr froh, dass jetzt alle Sandrennen vorbei sind“, lacht der 22-Jährige. „Ich konnte ein paar wirklich gute Zeiten fahren. Um aber noch weiter nach vorn zu kommen, fehlte mir die nötige Konstanz“, so seine Einschätzung.



In der Senioren-Klasse setzte Dirk Peter seinen Siegeszug weiter fort. Viertes Rennen, vierter Sieg und folglich die überlegene Führung in der Meisterschaft. Rene Uhle, der an beiden Tagen in Burg auf dem Treppchen stand, verpasste den erneuten Sprung unter die Top-Drei als Vierter diesmal denkbar knapp. Mario Fräßdorf belegte einen soliden neunten Platz.



Auch die Riege der Nachwuchsfahrer konnte gute Ergebnisse erzielen. So wurde Danny Richter in der E1B guter Fünfter. Selbe Position hatte Domenik Nieschalk in der Jugend-Klasse inne, der damit Team-Kollege Jeremy Nimmrich auf Platz sechs verwies. „Dennoch bin ich nicht wirklich glücklich. Ich habe im Sand einfach viel zu große Defizite“, schimpft Domenik im Ziel. Zudem machte ihm seine Sturzverletzung aus der Vorwoche noch arg zu schaffen. „Ich wollte es aber unbedingt probieren. Zu Beginn war es noch erträglich, doch gegen Ende war es schon eine echte Quälerei“, so der Youngster, der sich dennoch bravourös durchbiss.

Text: Peter Teichmann