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  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

  Mo-Fr: 9:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr, Sa: 09:00 - 12:00 Uhr

1. DEM-Lauf in Dahlen – Am vergangenen Wochenende startete die Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft in die neue Saison. Die Auftakt-Runde fand nicht, wie sonst üblich, in Itterbeck nahe Uelsen statt, sondern im sächsischen Dahlen bei Oschatz. Bereits am Vorabend galt es für die DEM-Fahrer, sich auf dem Prolog-Parcours zu beweisen.

Bester Team-Fahrer war, bei der knapp 2-minütigen Rundenhatz über diverse Extrem-Elemente und Holz-Hindernisse, Daniel Hänel auf Gesamtrang vierzehn.

Am Sonntag ab acht Uhr ging es dann für die Fahrer auf die 65 km lange Runde, welche es für die DEM-Starter viermal und für alle anderen Teilnehmer dreimal zu absolvieren galt. Die Entscheidungen fielen erneut auf den beiden Sonderprüfungen. SP 1 war ein flüssig gesteckter Cross-Test auf einer Ackerfläche, welcher in diesem Jahr die Prüfung in Meltewitz ersetzte. SP 2 wurde erneut auf dem Areal der Dahlener Burgberg-Motocross-Strecke ausgetragen.

Schnellster Team-Fahrer des Tages wurde Bruno Wächtler. Der Herolder erkämpfte sich in der stark besetzten E2-Klasse einen guten sechsten Platz. „In der ersten Runde lief es noch nicht ganz so optimal. Ich hatte mein Motorrad erst kurz vor dem Saisonstart erhalten und benötigte daher noch ein paar Kilometer als Eingewöhnungsphase. Ab Runde zwei lief es dann deutlich besser“, so Bruno, der in der Overall-Wertung mit einer Gesamtprüfungszeit von 56:32,10 Minuten Rang fünfzehn belegte.

Ebenfalls in der E2 am Start war Martin Kradorf. Der Thüringer landete nach solider Leistung auf einem guten achten Rang.

Maria Franke, die einzige Dame im DEM-Starterfeld, ging erstmals in der Klasse E1 an den Start. Gleich in der ersten Sonderprüfung setzte die Zeitzerin ein Ausrufezeichen der Extra-Klasse. Mit der viertschnellsten Zeit startete sie in den Tag und wurde am Ende auf Rang sieben in der Ergebnisliste geführt. „Es war ein guter Tag, wenn auch sehr anstrengend“, atmete Maria im Ziel erst einmal tief durch, „die vier Runden haben gegen Ende doch ganz schön gezehrt.“

Maik Schubert blieb mit Rang zehn etwas hinter den Erwartungen zurück. Vor allem ein heftiger Abflug in der letzten Sonderprüfung kostete ihm eine bessere Platzierung.

Doch damit stand er aber keineswegs allein da. Auch die E3-Fahrer Marko Siedel und Kenny Lötzsch verbauten sich durch Stürze im letzten Test eine bessere Platzierung. „Ich habe mit Marc Neumann und Daniel Hänel um den neunten Platz gekämpft“, so die Situation aus Kennys Sicht, „und deshalb noch einmal ordentlich Druck gemacht. Leider habe ich es etwas übertrieben und bin gestürzt. Schade, ein Ergebnis unter den besten Zehn wäre zum Saison-Auftakt schon schön gewesen. Rang elf ist aber auch in Ordnung.“

Der zehnte Platz in der E3 ging somit an Team-Neuzugang Daniel Hänel, der noch mit einigen Umstellungsschwierigkeiten auf die große Zweitakt-Maschine zu kämpfen hat. „Ich bin jahrelang einen kleinen Viertakter gefahren, ich benötige einfach noch etwas Zeit“, so seine knappe Einschätzung.

Marko Siedel wurde letztendlich Dreizehnter, Gerrit Helbig Neunzehnter. Allerdings kassierte der Wolgaster zwei Minuten Zeitstrafe, was ihm gleich sieben Positionen kostete. „Ich hatte unmittelbar vor der Prüfung einen technischen Defekt zu beheben. Eine Speiche war lose geworden und hatte sich verkeilt“, so der Pechvogel.

Alexander Gehlert fuhr bei den Junioren auf Rang zehn.

Bei den B-Fahrern sorgte aus Team-Sicht Oliver Otte für das beste Ergebnis. Der Eppendorfer schaffte mit Rang drei in der E3B sogar den Sprung auf das Podest. Zu den positiven Überraschungen zählen zweifellos der siebte Platz von Daniel Weißbach in der E1B und der fünfte Rang von Tino Bauer in der E3B. Dabei verpasste der Amtsberger den vierten Platz um 0,27 Sekunden nur denkbar knapp. Chris Weber wurde in selber Kategorie guter Sechster, Jens Oestreich bei den Senioren starker Dritter.

Insgesamt wurden vor Ort sage und schreibe 31 Fahrer betreut, was das komplette Team vor eine große logistische Herausforderung stellte. „Aber es hat, dank der ganzen Helfer alles super geklappt. Rein sportlich war es ein solider, aber durchaus ausbaufähiger Saison-Auftakt“, so das kurze Fazit des Team-Koordinators Jens Horn. Die Meisterschaft geht, nach nur einem Rennen, bereits in die Sommerpause. Erst Mitte August geht es in Burg um die nächsten Meisterschaftszähler.

 Text: Peter Teichmann