Menü

  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

  Mo-Fr: 9:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr, Sa: 09:00 - 12:00 Uhr

3. DEM-Lauf in Dahlen – Kaiserwetter mit Sonnenschein, ein toller Prolog sowie eine Streckenführung mit zwei herrlichen und zugleich anspruchsvollen Sonderprüfungen zauberten den Fahrern ein breites Grinsen ins Gesicht. Weniger hingegen die unzählig tiefen Schlammlöcher, die zwar in Dahlen irgendwie dazu gehören, bei den Fahrern aber auf wenig Gegenliebe stießen.

Der Nachwuchs stahl, wie schon zum Saison-Auftakt, den Etablierten etwas die Show. Allen voran Florian Görner, der im B-Championat sensationeller Dritter wurde und die Jugend-Cup-Klasse klar gewann. Zudem stand er mit dem Team des ADAC Sachsen in der Mannschaftswertung ganz oben und sicherte sich außerdem den Sieg in der „Matthias-Engel-Gedächtnis-Pokal“-Wertung, vor seinen Teamkollegen Kevin Nieschalk und Luca Fischeder. In dieser Sonderkategorie werden die besten U23-Fahrer im Enduro-Cup ermittelt. Angesichts dieser beeindruckenden Bilanz zeigte sich Florian mit seinem Debüt in Dahlen sehr zufrieden: „Es war wirklich eine tolle Veranstaltung, die mir sehr viel Spaß gemacht hat.“

Auch Kevin Nieschalk strahlte bis über beide Ohren. Nach seinem guten Einstand in Uelsen setzte der 20-Jährige nun mit seinem ersten Tagessieg in der Klasse E1B noch einen drauf! „Es war heute einfach mein Tag. Es lief durchweg wie am Schnürchen. Ich bin total glücklich“, so der Newcomer.

Ebenfalls allen Grund zur Freude hatten Luca Fischeder als Zweiter in der Jugend-Kategorie, Thomas Hut als Dritter in der stark besetzten E2B, Dirk Peter mit seinem ersten Tagessieg bei den Senioren und Vanessa Danz, die bei den Damen den zweiten Platz belegte.

In den Klassen der Deutschen Enduro Meisterschaft blieben zwar die absoluten Top-Resultate aus, dennoch boten alle Teamfahrer ansprechende Leistungen. Allen voran Kenny Lötzsch, der als Zwanzigster im Championat der Schnellste unter ihnen war. „Ich bin zufrieden mit meinem Tag. Die Veranstalter haben wirklich eine tolle Runde abgesteckt. Einzig die vielen Schlammlöcher müssten nicht sein. Teilweise grenzte es schon ein wenig am Wahnsinn. Mit der Sonderprüfung am Burgberg bin ich nicht so ganz klar gekommen, dafür lief es in Meltewitz umso besser. Dieser Test hat mir richtig Laune gemacht“, so Kenny, der in der Klasse E2 den achten Platz belegte.

Zwei Plätze dahinter landete Daniel Hänel, der ebenfalls viel Lob für die Organisatoren übrig hatte: „Es war wirklich eine sehr schöne Veranstaltung, die mir richtig viel Spaß gemacht hat. Das tolle Wetter und die unzähligen Zuschauer, auch viele aus unserer Region, taten da ihr übriges. Ich selbst bin mit meinem Abschneiden zufrieden. Ich habe mich wesentlich besser als noch zu Saisonbeginn in Uelsen gefühlt, auch wenn ich jetzt nach den vier Runden schon etwas platt bin.“

Weniger gut dürfte Bruno Wächtler die Veranstaltung in Erinnerung behalten. Zahlreiche Stürze und am Ende noch ein verbogenes Kettenrad verhinderten eine bessere Platzierung. Für den Herolder reichte es nur zu Rang zwölf in der E2. Martin Kradorf wurde in selbiger Kategorie 15., Patrick Irmscher 20. und Alexander Gehlert 22.

Eine äußerst bemerkenswerte Vorstellung bot erneut Maria Franke. Die Ausnahme-Fahrerin belegte in der Klasse E1 einen starken sechsten Rang. Zudem avancierte sie zum absoluten Publikumsliebling und wurde für ihre fehlerlose Fahrt durch das Steinfeld in der Meltewitzer Sonderprüfung mit Extra-Applaus belohnt. „Dabei dachte ich, dass ich gar nicht immer so gut durchgekommen bin“, so Maria, die im Ziel sichtlich geschafft wirkte. „Es war wirklich sehr anstrengend und mit den vier Runden ein wirklich langer Tag. Aber mit Blick auf die bevorstehenden WM-Läufe hätte ich mir kein besseres Training wünschen können.“

Maik Schubert, ebenfalls in der E1 am Start, belegte den neunten Rang. Gerrit Helbig aus Wolgast beendete die 24. Auflage von „Rund um Dahlen“ als Achter in der E3-Kategorie und Oliver Otte wurde dort Zwölfter.

Das erste Drittel der diesjährigen Deutschen Enduro Meisterschaft ist damit bereits Geschichte. Nach der traditionellen Sommerpause geht es Anfang August mit der Doppel-Veranstaltung in Burg weiter. Mitte September folgt die Ein-Tages-Fahrt in Dachsbach, bevor es im Oktober zum absoluten Höhepunkt beim Heimspiel in Zschopau kommt. Das Saisonfinale steigt dann im Anschluss am ersten November-Wochenende in Woltersdorf bei Berlin.

Text: Peter Teichmann