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  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

  Mo-Fr: 9:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr, Sa: 09:00 - 12:00 Uhr

8. DEM-Lauf in Tucheim – Erstmalig wurde das Finale zur Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft in Tucheim ausgetragen, als Hommage an die 50. Auflage der Geländefahrt „Rund um den Fiener“. Passend zum großen Jubiläum zeigte sich das Wetter, im Gegensatz zur Vorwoche in Kempenich, als überaus sonnig und freundlich. Die Strecke führte die Fahrer, bis auf wenige Meter, ausschließlich durchs Gelände. Gewürzt wurde die rund 55 Kilometer lange Runde von gleich drei verschiedenen Sonderprüfungen, welche allesamt sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll gesteckt waren.

Schnellster Team-Fahrer an diesem Tag wurde Edward Hübner. Der Titelverteidiger der E2-Kategorie lag vor dem Finale auf dem zweiten Platz. Um noch den ersten zu erreichen, hätte er schon fast ein kleines Wunder gebraucht. „Da hätte ich schon gewinnen müssen und Davide lediglich Dritter werden dürfen. Aktuell ist das aber nur schwer vorstellbar“, so Eddi, der mit Davide von Zitzewitz derzeit das Geschehen an der Spitze bestimmt. Doch unmöglich ist nichts und so machte der 31-Jährige von Beginn an ordentlichen Druck. „Das klappte ganz gut. Einzig mit meiner Kupplung hatte ich zwischenzeitlich Probleme, was mich kurzzeitig etwas aus dem Konzept brachte. Zum Glück haben wir alles in Griff bekommen. Bis auf zwei Stürze, wodurch ich leider noch den dritten Tagesrang im Championat einbüßte, lief alles glatt. Unterm Strich ein guter Tag. Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, zieht Eddi ein zufriedenstellendes Fazit über das Saisonfinale. „Klar wäre mit dem Titel alles noch schöner, doch mit der Vizemeisterschaft bin ich auch sehr zufrieden. Und im nächsten Jahr wird wieder angegriffen!“



Auch Andreas Beier wird im kommenden Jahr seine Titeljagd fortsetzen. Der Routinier erlebte in Tucheim nicht den einfachsten Tag. „Ich bin mit viel Schwung in den Tag gestartet, habe dann aber leider etwas den Faden verloren. Hinzu kamen zwei Stürze und mein Rhythmus war weg. Das hat mich schon etwas gewurmt“, so der 32-Jährige, der nur zu gern noch die eine oder andere Attacke auf die Bestzeit gestartet hätte. „Das wäre aber sehr unklug gewesen. Es war an der Zeit, meinen Ehrgeiz etwas zurückzuschrauben. Ich war in der Bringepflicht. Den Titelgewinn noch auf den letzten Metern leichtfertig zu riskieren, wäre wirklich extrem fahrlässig gewesen“, so Andi, der dennoch einen überlegenen Tagessieg in der E1 einfuhr und damit bereits seine siebente Meisterschaft in dieser Kategorie perfekt machen konnte und sich nun, mit dem E2-Titel von 2014, achtfacher Deutscher Enduro Meister nennen darf! „Na klar ist dieser Titelgewinn nicht mehr ganz so emotional, wie der erste“, grinst Andi verschmitzt, „dennoch ist es immer wieder ein schönes Gefühl, schließlich arbeitet man das ganze Jahr hart auf diesen Erfolg hin.“

 

Nach Gold durch Andi und Silber durch Eddi gab es auch noch „DEM-Bronze“ für das Team Sturm. Kevin Nieschalk komplettierte als Dritter das Podium bei den Junioren, wenngleich er sich den Ausgang etwas anders gewünscht hätte, denn die Chance auf den Vizetitel war da. „Der Tag begann noch recht gut, doch dann schlichen sich immer mehr Fehler ein. Dazu ist mir noch der Auspuff gerissen und der E-Starter kaputt gegangen. Zwar konnten wir diese Probleme beheben, aber irgendwie war ich im Kopf nicht mehr so frei, wie ich es mir gewünscht hätte“, zeigt sich Kevin leicht geknickt, der aber trotz der knappen Niederlage sein Lächeln schon bald wiederfand.



Tobias Opitz musste auf den letzten Metern der Saison ebenfalls noch eine empfindliche Niederlage verkraften. Vor dem Finale lag der 20-Jährige in der Klasse E1B mit einem Punkt Vorsprung noch an der Spitze. Doch sein dritter Platz reichte nicht aus, um diese Position zu verteidigen. So blieb ihm, mit nur einem Punkt Rückstand, der Vizetitel.



Auch Dirk Peter hatte das Glück nicht auf seiner Seite. Die „Thüringer Bratwurst“ verpasste die erfolgreiche Titelverteidigung bei den Senioren denkbar knapp. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte diesmal sein Dauerrivale Sven Kiedrowski das bessere Ende auf seiner Seite. „Es ist okay. Ich habe wirklich alles herausgeholt und mein Bestes gegeben“, so Dirk, der sich im Sand ohnehin nicht so wohl fühlt, wie beispielsweise auf dem von Wurzeln überzogenen Erzgebirgsboden. „Rückblickend war es wirklich ein gutes Jahr, mit dem ich sehr gut leben kann. Ich bin zufrieden“, so die abschließenden Worte des Vizemeisters im Deutschen Enduro-Senioren-Cup.



Die Saison im Deutschen Enduro-Damen-Cup ging gleich mit einem Dreifach-Erfolg des Zschopauer Enduro-Teams zu Ende. Bereits vor dem Finale waren die Plätze eins durch Maria Franke und Rang zwei durch Vanessa Danz fest vergeben. Während Vanessa beim Saisonfinale krankheitsbedingt fehlte, unterstrich Maria erneut ihre ganze Klasse. Erstmals mit einer 300er Zweitakt-KTM unterwegs, gewann die junge Mutti erneut überlegen die Damen-Kategorie und startet so frohen Mutes zu den Six Days. „Auch dort werde ich den Zweitakter fahren. Von daher bin ich schon sehr zufrieden, wie gut es jetzt lief. Ich kam tatsächlich noch besser zurecht, als ich es mir erhofft hatte“, strahlt Maria.



Anna-Lena Siebenhühner ging hingegen mit einer Schulterverletzung an den Start. Doch die KTM-Fahrerin biss sich bravourös durch und sicherte sich mit Rang drei die nötigen Punkte, die zum Bronzeplatz in der Damen-Kategorie genügten. „Es war wirklich nicht leicht, aber ich wollte unbedingt das Ziel erreichen. Umso glücklicher bin ich, dass alles gut ausgegangen ist. Es war wirklich ein tolles Jahr“, freut sich Anna-Lena über ihren bisher größten sportlichen Erfolg.



Abschließend möchte das Team Sturm die Gelegenheit nutzen, sich bei allen Sponsoren, Partnern und Helfern für die tolle Unterstützung, die angenehme Zusammenarbeit und nicht zuletzt für die viele ehrenamtliche Arbeit zu bedanken, ohne die so ein Team-Betrieb auf diesem Level kaum möglich wäre. Vielen Dank und auf ein neues, hoffentlich ebenso erfolgreiches Jahr 2020!

DEM-Endplatzierungen 2019:
E1: 1. Andreas Beier // E2: 2. Edward Hübner, 10. Patrick Irmscher // E3: 6. Florian Görner, 9. Maik Schubert, 12. Gerrit Helbig, 20. Kenny Lötzsch // Junioren: 3. Kevin Nieschalk, 11. Marvin Poller, 14. Kurt Reichel // E1B: 2. Tobias Opitz, 4. Florian Pfefferkorn, 6. Daniel Weißbach, 7. Philipp Richter, 8. Danny Richter, 20. Michael Martin // E2B: 31. Martin Weißbach // E3B: 4. Etienne Ulbricht, 10. Lukas Lange, 12. Sebastian Bräuer // Senioren: 2. Dirk Peter, 4. René Uhle, 12. Mario Fräßdorf, 15. Enrico Trott, 16. Jens Oestreich // Damen: 1. Maria Franke, 2. Vanessa Danz, 3. Anna-Lena Siebenhühner

Text: Peter Teichmann










5. Lauf zum Deutschen Enduro-Cup in Kempenich – Die Mittelrheinische Geländefahrt am Rande der Hocheifel ist nicht unbedingt für übermäßige Härte und extrem hohe Anforderungen bekannt. Doch in diesem Jahr entwickelte sich die Enduro-Veranstaltung in Kempenich, die mit der 67. Auflage zu einer der traditionsreichsten Deutschlands gehört, zu einem echten „Kanten“. Starker Regen ließ die Geländefahrt zu einer anspruchsvollen und kräftezehrenden Angelegenheit werden, so dass für einige Klassen die Gesamtdistanz sogar um eine Runde gekürzt werden musste.

„Darüber war ich ehrlich gesagt gar nicht so böse“, gibt Maria Franke offen zu, die in der Damen-Klasse erneut einen souveränen Sieg einfuhr. „Die Prüfungen haben richtig Spaß gemacht und waren trotz der krassen Bedingungen gut fahrbar. Nur der Regen hat mich geschafft. Durch die nassen Klamotten habe ich auf der Etappe richtig gefroren, das war nicht schön. Daher war ich sehr froh, dass für uns bereits nach zwei anstatt drei Runden Schluss war“, zeigt sich Maria erleichtert, die sich bereits vor dem Finale über den Titel im Deutschen Enduro-Damen-Cup freuen darf. „Das ist natürlich ein schönes Gefühl, das Saisonziel schon vorzeitig erreicht zu haben“, strahlt die Gesamtsiegerin, für die es der zweite „Damen-DM-Titel“ nach 2013 ist.


 
Vanessa Danz komplettierte als Dritte das Podium in der Damen-Klasse, während Anna-Lena Siebenhühner, nach einem Sturz und zugezogener Schulterverletzung, vorzeitig aufgeben musste.



Einer, dem solche schlammige Bedingungen nur wenig ausmachen, ist Etienne Ulbricht. Der 31-Jährige kämpfte sich mit Bravour durch die tiefen Spurrillen und konnte sich am Ende über seinen ersten Podestplatz im Deutschen Enduro-Cup freuen. „Ich mag es eigentlich wenn es schlammig ist“, outet sich Etienne als Fan des schmierigen Untergrundes. „Zudem habe ich mich im Vorfeld gut auf derartige Ackerprüfungen vorbereitet. Schön, dass es sich ausgezahlt hat und ich endlich mein erstes Podium einfahren konnte“, strahlt der Drittplatzierte in der Klasse E3B.



Auch Florian Pfefferkorn überzeugte im Schlamm von Kempenich mit einer starken Leistung. „Eigentlich bin ich nicht zwingend ein Fan davon. Der Acker-Test mit den vielen Rinnen war für mich auch wirklich nicht einfach. Dafür bin ich auf der Prüfung in der Lavasand-Grube mit den vielen technischen Passagen richtig gut klar gekommen. Die hat mir einfach nur Spaß gemacht“, freut sich Florian, der bemüht war, einfach nur sauber und sturzfrei über die Runden zu kommen, was gelang und am Ende mit Rang zwei in der Klasse E1B auch belohnt wurde. Für den 27-Jährigen war es, wie für Etienne, ebenfalls der erste Besuch auf dem Siegertreppchen im Deutschen Enduro-Cup.



Tobias Opitz reihte sich, nur zwei Sekunden hinter Florian, als Dritter ein. Einige Stürze verhagelten ihm ein besseres Ergebnis. Dennoch verteidigte der 20-Jährige knapp seine Tabellenführung. Philipp Richter komplettierte als Vierter das gute Team-Ergebnis in dieser Kategorie.



Für ein weiteres Erfolgserlebnis sorgte Dirk Peter. Das „thüringische Enduro-Urgestein“ sicherte sich nach hartem Kampf den Sieg in der Senioren-Kategorie. „Es war nicht leicht“, berichtet Dirk, „zunächst bin ich nur schwer in Fahrt gekommen. Doch als der Regen zunahm und die Strecke noch anspruchsvoller und tiefer wurde, lief es bei mir.“ Mit diesem Resultat machte Dirk im Kampf um den Titel entscheidende Zähler gut und kann diesen nun so aus eigener Kraft verteidigen. „Wer das Finale gewinnt wird auch Meister“, so die simple Rechnung. Ob es ihm gelingt, wird sich kommenden Samstag zeigen, wenn in Tucheim die letzten Punkte der Saison vergeben werden. Dann sind auch wieder die DEM-Fahrer gefordert, denn auch bei denen ist noch nichts entscheiden. Es bleibt also bis zur letzten Kurve äußerst spannend!

Text: Peter Teichmann










6. DEM-Lauf in Rehna – „Rund um Rehna“ bedeutete für die meisten Fahrer absolutes Neuland. Zwar wurde die Geländefahrt in diesem Jahr bereits zum 67. Mal ausgetragen, sie zählte jedoch bisher noch nie zur Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft. Das der Veranstalter einen möglichst tollen Einstand geben wollte, machte sich in vielen Punkten bemerkbar. Angefangen von einem großzügigen Fahrerlager, über eine perfekte Ausschilderung aller relevanten Anlaufstellen bis hin zu zwei top-präparierten Sonderprüfungen, die das Prädikat „DEM-würdig“ ohne Abstriche vollauf verdienten.

Bester Fahrer vom Team Sturm Zschopau wurde, wie schon zuletzt in Waldkappel, Andreas Beier. Zwar konnte dieser im Duell um den Championatssieg zwischen Davide von Zitzewitz und Dennis Schröter nicht entscheidend eingreifen, doch mit Rang drei gelang ihm dennoch ein Top-Resultat. Allerdings war Andi, der zudem auch wieder souverän die Klasse E1 gewann, alles andere als happy. „Auch wenn es nach außen nicht so gewirkt haben sollte, für mich war es ein harter Tag. Mir steckte noch der WM-Lauf in den Knochen. Irgendwie hatte ich in jeder Prüfung harte Arme. Ein Problem, was ich sonst nur sehr selten kenne“, grübelt der 32-Jährige.



Auch Eddi Hübner war nach dem Rennen etwas angefressen. Grund hierfür war zum einen, die Entscheidung des Veranstalters ein Stück der Cross-Prüfung in der dritten Runde zu entfernen, ohne den Fahrern am Start Bescheid zu geben. „In allen Ehren, so viel Mühe wie sich hier alle mit der Veranstaltung gegeben haben, aber so etwas ist ein Unding“, schüttelt Eddi den Kopf. Und zum anderen, dass der 31-Jährige durch Sturzpech in der letzten Prüfung noch vom zweiten auf den dritten Platz der E2-Kategorie zurückfiel.



Patrick Irmscher, ebenfalls in der E2 unterwegs, sicherte sich einen soliden zehnten Platz: „Ich weiß genau, wo ich noch das ein oder andere hätte herausholen können. Doch unterm Strich bin ich zufrieden. Die Prüfungen haben definitiv Spaß gemacht, es war eben mal etwas anderes.“

In der E3 beendete Florian Görner das Rennen als Siebter. Maik Schubert reihte sich vier Positionen dahinter an elfter Stelle ein: „Es war nicht unbedingt mein Tag, da doch hin und wieder etwas schief gegangen ist“, resümiert Maik, dem u.a. in der Kuhle, jener Stelle im Cross-Test die in der dritten Runde herausgenommen wurde, das Hinterrad dermaßen versetzte, so dass er sich in einem Reisighaufen wiederfand.



Besser lief es hingegen für Kevin Nieschalk, wenngleich auch er in seiner Leistung noch Verbesserungspotenzial sieht: „Das Ergebnis ist gut, dennoch hätte ich noch etwas mehr herausholen müssen. Aber gerade auf der Cross-Prüfung mit den weiten Sprüngen musste ich mich erst etwas überwinden. Dennoch, extrem viel Spaß hat es allemal gemacht. Es war wirklich eine gelungene Veranstaltung mit tollen Tests.“



Florian Pfefferkorn verpasste als Vierter in der E1B knapp das Podium, während Tobias Opitz als Zweiter einen Pokal in Empfang nehmen durfte. Zum Sieg, wie zuletzt in Waldkappel, reichte es diesmal allerdings nicht. „Ich habe im Cross-Test immer zu viel Zeit liegen gelassen“, hat der 20-Jährige die Ursache schnell ausgemacht, „Da war ich einfach zu verhalten. Gegen Ende wurde die Strecke ziemlich hart und sehr rutschig, etwas mehr Grip wäre da schon schön gewesen.“



Gleich zwei Team-Fahrerinnen standen in der Damenklasse auf dem Podest. Überlegene Siegerin wurde hier, einmal mehr, Maria Franke. „Natürlich ist die Platzierung gut, meine Leistung aber eher mittelmäßig“, gesteht die junge Mutti selbstkritisch. Anna-Lena Siebenhühner, die ihre dritte Saison im Enduro-Damen-Cup bestreitet, durfte sich als Dritte über ihre erste Podiumsplatzierung freuen, während Dirk Peter bei den Senioren ebenfalls Dritter wurde.



Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es in gut zwei Wochen in Zschopau in die nächste Runde. Nahtlos folgt der Enduro-Cup-Lauf in Kempenich sowie am letzten Oktoberwochenende das Saison-Finale in Tucheim.

Text: Peter Teichmann










7. DEM-Lauf in Zschopau – Der diesjährige Enduro-Klassiker „Rund um Zschopau“ wird wohl als einer der sonnigsten und wärmsten in seine traditionsreiche Geschichte eingehen. So war es nicht verwunderlich, dass bei diesem Kaiserwetter wieder zahlreiche Zuschauer die Strecke säumten und vielerorts für gute Stimmung sorgten. Die Anforderungen, so der O-Ton der Fahrer, hielten sich Dank der optimalen Witterungsbedingungen in Grenzen. Zwar galt es, neue anspruchsvolle Streckenabschnitte zu absolvieren, die aber alle gut zu meistern waren. Neben dem Enduro-Test in Venusberg und der erweiterten Prolog-Sonderprüfung, hielt in diesem Jahr noch ein äußerst kerniger Test in Waldkirchen Einzug, der sich mit seinen steinig-felsigen Auffahrten als echter Scharfrichter herauskristallisieren sollte.

„Die Prüfungen waren in der Tat knackig, aber unterm Strich doch recht problemlos zu meistern“, befand Eddi Hübner, der mit seiner Leistung zufrieden war. „Ich bin diesmal schneller in Schwung gekommen, als bei den Rennen zuvor. Ich konnte gute Zeiten fahren und habe mir bis auf kleinere Ausrutscher nichts vorzuwerfen“, bilanziert der 31-Jährige, der hinter dem Franzosen Théophile Espinasse den zweiten Rang in der E2 und Platz vier im Championat belegte.



Eine Position vor ihm kam Teamkollege Andreas Beier ins Ziel, der sich sehr lobend über die diesjährige Veranstaltung äußerte: „Für mich war es das schönste ‚Rund um Zschopau‘ seit langem. Es war anspruchsvoll und die Stimmung an der Strecke einfach nur genial! Vor so einer Kulisse zu fahren,  hat wirklich totalen Spaß gemacht. Ein riesengroßes Kompliment an die Organisatoren, an alle Helfer und Beteiligten, für diese rundum gelungene Veranstaltung!“ Nur sportlich hätte sich Andi gewünscht, „einmal so eine richtige Hammerzeit rauszuhauen. Nur leider hat das nicht ganz geklappt.“ Dennoch, für einen überlegenen Sieg in der E1 und Rang drei im Tagesranking hinter Espinasse und Dennis Schröter hat es allemal gereicht.



Für Kevin Nieschalk endete „Rund um Zschopau“ ebenfalls mit dem Besuch auf dem Podium. Der 21-jährige belegte in der Junioren-Klasse einen ausgezeichneten zweiten Platz. „Es lief bis auf zwei Stürze richtig gut. Ich bin zufrieden. Es hat wirklich extrem Spaß gemacht. Schöne Strecke, tolles Publikum, geile Atmosphäre – wie eben immer in Zschopau“, strahlt Kevin.



In das Starterfeld der E3 mischte sich mit Kenny Lötzsch ein Fahrer, der einige Jahre die Deutschen Enduro Meisterschaft aktiv bestritten hat, in dieser Saison jedoch bisher noch kein klassisches Enduro gefahren ist. „Es ist schon eine ganz schöne Umstellung“, gibt Kenny offen zu, „von daher bin ich mit meiner Platzierung zufrieden.“ Und die lautete am Ende: Platz sieben, direkt eine Position hinter Florian Görner, dessen Fazit recht durchwachsen ausfiel: „Der Tag begann richtig schlecht. Gleich in der ersten Runde bin ich am Weberhang weggerutscht, was mich richtig Zeit gekostet hat. In der zweiten konnte ich mich gut heran kämpfen. Und in der dritten wollte ich dann zu viel, so dass ich gleich vier Mal gestürzt bin“, ärgert sich der 19-Jährige.



Maik Schubert belegte in der E3 Rang neun, dem einer Erkältung geschuldet am Ende die Kräfte ausgingen. „Ab der zweiten Runde habe ich gemerkt, dass es schleppender wurde. Am Ende lautete das Ziel, nur noch ‚irgendwie rum kommen‘“, so Maik, der sich dennoch über eine solide Leistung freuen konnte. Diese lieferten auch Martin Kradorf und Patrick Irmscher als Elfter und Zwölfter in der stark besetzten E2-Kategorie ab.



Maria Franke stellte sich diesmal in der B-Lizenz der männlichen Konkurrenz. Vor zwei Jahren feierte die Ausnahme-Fahrerin in Zschopau mit dem Enduro-Damen-WM-Titel ihren größten sportlichen Erfolg und im Vorjahr legte sie eine Baby-Pause ein. Doch nun ist sie zurück und mischte auf Anhieb ganz vorne mit. Ihre Klasse E1B konnte die schnelle Dame sogar mit eineinhalb Minuten Vorsprung überlegen gewinnen, während sie das Podium im klassenübergreifenden B-Championat denkbar knapp verpasste. „Vier Sekunden auf den Dritten und 22 auf den Zweiten ist nicht viel. Zumal ich ganz genau weiß, wo ich diese liegen gelassen habe“, ärgert sich Maria, die auf ihren Sturz eingangs des Weber-Hanges abzielt. „Mir wurde eine riesige Wurzel zum Verhängnis und als ich da lag, dachte ich nur, ‚ja genau, die war damals  bei der WM auch schon freigefahren‘. Aber alles kann man sich nicht merken“, lacht Maria, die sonst gut über die Runden gekommen ist und viel Spaß hatte. „Es war wirklich eine sehr schöne Geländefahrt mit vielen Zuschauern. Zschopau ist eben etwas Besonderes.



Für weitere grandiose Klassensiege sorgten Dirk Peter bei den Senioren, Swen Firlej bei den Super-Senioren und Anna-Lena Siebenhühner bei den Damen! Zudem standen jeweils als Zweiter Domenik Nieschalk in der Jugend-Klasse und Udo Grellmann bei den Super-Senioren sowie Mirko Knorr als Dritter in der Senioren-Kategorie noch drei weitere Team-Fahrer bei „Rund um Zschopau“ 2019 auf dem Podest.

Text: Peter Teichmann










5. DEM-Lauf in Waldkappel – Extreme Hitze und Trockenheit sowie die daraus resultierende hohe Waldbrandgefahr führte vor zwei Wochen zur Absage der DEM-Veranstaltung in Burg. Auch jetzt wurden die Fahrer im nordhessischen Waldkappel mit hochsommerlichen Temperaturen empfangen. Doch zum Glück hatte es im Vorfeld genügend geregnet, so dass einer Durchführung hier nichts im Wege stand. Der ausrichtende MSC Waldkappel-Breitau e.V. präsentierte eine gewohnt tolle Geländerunde durch die umliegenden Wälder. Hinzu kamen zwei richtig lange Sonderprüfungen, auf denen sich ein wahrer Sekundenkrimi abspielte.

Einer der drei Hauptdarsteller der 20. Waldkappeler Geländefahrt war Andreas Beier. Der KTM-Fahrer lieferte sich mit den beiden Brandenburgern Christian Brockel und Dennis Schröter einen packenden Schlagabtausch um den Tagessieg. Vor der letzten Prüfung lag das Trio innerhalb von nur drei Sekunden. „Es war schon nervenaufreibend und extrem spannend. Ich hatte ein gutes Gefühl und wollte natürlich gewinnen“, skizziert Andi die Situation vor dem entscheidenden Test. „Es lief richtig gut, doch dann der Schreckmoment. Ich geriet in Schlagdistanz auf den vor mir gestarteten Fahrer, so dass ich beim Anbremsen in den Kurven immer in dessen Staubglocke geraten bin. Ich habe fast nichts mehr gesehen und innerlich den Championatssieg schon abgehakt“, fasst der 32-Jährige die Geschehnisse zusammen. Umso größer seine Freude, als es doch noch denkbar knapp gereicht hat. Lediglich 1,68 Sekunden machten am Ende den Unterschied. „Ich bin extrem happy“, strahlt Andi über das ganze Gesicht. „Das ganze Team, alle wichtigen Leute um mich herum haben mit mir so hart gearbeitet. Es ist einfach nur schön, es ihnen nun mit einem so tollen Ergebnis zurückzuzahlen.“

Mit diesem Erfolg verteidigt Andi natürlich auch seine Führung in der Klasse E1, während Edward Hübner seine Spitzenposition in der E2 wieder denkbar knapp abgeben musste. „Ich bin mit meinem Tag nicht unzufrieden, auch wenn es hätte besser laufen können. Ich ärgere mich, dass ich in der ersten Runde den zweiten Test eröffnet habe. Ich hatte die Bodenverhältnisse dort komplett verkehrt eingeschätzt“, berichtet Eddi, der mit dem morgendlichen Tau zu kämpfen hatte. Am Ende landete der 31-Jährige im Championat auf Rang sechs, während er in der E2 das Podium als Vierter knapp verpasste. In dieser stark besetzten Kategorie wurden seine Teamkollegen Martin Kradorf und Patrick Irmscher Elfter und Fünfzehnter.

In der Klasse E3 belegte Maik Schubert Rang zwölf, während Florian Görner als Siebter ein solides Comeback nach seiner überstandenen, schweren Schlüsselbeinverletzung gab. „Doch so richtig zufrieden bin ich nicht“, zeigt sich Flo selbstkritisch, „ich bin einfach nicht so richtig in den Rhythmus gekommen. Die Etappe war schön, aber die Prüfungen waren nicht ganz nach meinem Geschmack. Mir fehlte das technische, um meine Stärken besser ausspielen zu können.“

Kevin Nieschalk wahrte als Dritter seine Meisterschaftschancen, wenngleich er auf den Tabellenführer Punkte einbüßte. „Es war ein schwieriger Tag“, atmet 21-Jährige tief durch, „ich habe versucht, ordentlich zu setzen, doch die Zeiten waren nicht so überaus gut. Woran es lag, kann ich nicht genau sagen, vielleicht war ich doch in manchen Ecken noch zu zögerlich. Dennoch bin ich mit dem Resultat zufrieden.“ Kurt Reichel, wie Kevin in der Junioren-Klasse unterwegs, wurde Elfter.

Dafür hatte Tobias Opitz ein breites Grinsen im Gesicht. Der E1B-Fahrer stand erstmals ganz oben auf dem Podium. „Ich bin total glücklich“, strahlt das Nachwuchstalent, ich hätte nicht gedacht, dass es trotz meiner zwei Stürze zum Sieg reicht.“ In der Tat war es extrem eng. Vor dem letzten Test noch knapp auf Platz zwei liegend, schnappte sich Tobias nach einer starken Fahrt doch noch Tagessieg. Sein Vorsprung, gerade einmal 0,92 Sekunden! Florian Pfefferkorn sowie Danny und Phillip Richter rundeten mit den Plätzen vier, fünf und sechs das ausgezeichnete Team-Ergebnis in dieser Klasse ab.

Bei den Senioren bekam es Dirk Peter in Waldkappel mit seinem alten Weggefährten Arne Domeyer zu tun. Schon vor zwanzig Jahren fochten diese beiden schon den ein oder anderen harten Kampf um den Tagessieg aus. „Doch diesmal war es eine klare Angelegenheit zu Gunsten Domeyers. Es war schon beeindruckend, was Arne hier für einen Speed an den Tag legte“, zollt Dirk dem Norddeutschen seinen Respekt. „Platz zwei ist okay, vor allem mit Blick auf die Meisterschaft.“

Maria Franke auf eins, Vanessa Danz auf drei – so lautete das überaus erfolgreiche Abschneiden in der Damenklasse! „Es war schon zermürbend und auch anstrengend“, gesteht Maria, die im letzten Test sogar noch einen Sturz verdauen musste. „Das war harmlos, nichts passiert“, gibt die junge Mutter schnell Entwarnung.

Die Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft wird in einem Monat im mecklenburgischen Rehna fortgesetzt. Die dortige Geländefahrt rückte kurzfristig nach Absage der Veranstaltung in Burg in den Terminkalender.

Text: Peter Teichmann