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  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

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2. DEM-Lauf in Streitberg – Die wohl längste Zwangspause in der Geschichte der Deutschen Enduro Meisterschaft fand vergangenes Wochenende ihr lang ersehntes Ende. Nach den witterungsbedingten Absagen der Läufe in Burg und Waldkappel gab es endlich wieder Endurosport – und den vom allerfeinsten! Die Geländefahrt in der Fränkischen Schweiz bot mit drei knackigen Sonderprüfungen sowie einer schönen Etappenführung alles, was das Fahrerherz begehrt.

„Es war wirklich eine schöne Geländefahrt“, unterstrich auch Edward Hübner, der seine Klasse E2 zum Saisonauftakt gewinnen konnte. Diesmal reichte es jedoch nicht ganz zur Spitzenposition. Vielmehr kämpfte der KTM-Fahrer gegen Markenkollege Tilman Krause um die zweite Position. „Das war wirklich ein schönes Duell. Oft lagen wir innerhalb von nur einer Sekunde. Schade nur, dass ich letztlich knapp das Nachsehen hatte“, so Eddi, der vor dem letzten Test noch knapp vorn lag, letztlich sich aber doch um 0,45 Sekunden geschlagen geben musste. Trotz seines dritten Platzes führt er weiterhin die Klasse E2 an.

Andreas Beier, ebenfalls beim DEM-Auftakt im März erfolgreich, behielt hingegen seine weiße Weste. Der 31-Jährige gewann erneut souverän die Klasse E1. „Dennoch bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich habe mich bei der Reifenwahl vertan und das ärgert mich extrem. Der Klassensieg ist natürlich super, doch ich wollte auch im Championat ganz vorn mitfahren“, gestand Andi, der in der klassenübergreifenden Gesamtwertung Platz drei, hinter Dennis Schröter und Davide von Zitzewitz belegte.

Bei den Junioren spielte sich ein wahrer Krimi ab. Gleich vier Fahrer boten sich einen Fight auf absoluter Augenhöhe. Mit dabei die beiden Nachwuchstalente Florian Görner und Kevin Nieschalk, die schon beim ersten DEM-Lauf des Jahres für einen Doppelsieg sorgten. Vor der letzten Prüfung lag Kevin knapp in Front. Doch trotz eines fehlerfreien letzten Durchgangs wurde er noch knapp von Luca Fischeder abgefangen. „Unfassbar, wo Luca da noch die Sekunden hergezaubert hat. Ich war absolut am Limit“, staunte Kevin, der sich trotz leichter Enttäuschung über Rang zwei freuen konnte. „Klar ist es schade, aber mit Rang zwei bin ich sehr zufrieden. Und mein Ziel, einmal Flo in diesem Jahr zu schlagen, hat auch geklappt“, lachte Kevin, der den Tag als extrem nervenaufreibend empfand. „Das es zwischen uns so eng zuging, war doch super“, entgegnete Florian, „so könnte es von mir aus immer sein.“ Platz drei stand am Ende, mit lediglich viereinhalb Sekunden Rückstand auf den Sieger, für ihn zu Buche.

In den DEM-Klassen sorgten noch weitere Team-Fahrer für starke Ergebnisse. So überraschte Gerrit Helbig mit einem ausgezeichneten sechsten Platz in der stark besetzten Klasse E3. Kenny Lötzsch (E2) schaffte mit Rang acht ebenso ein Top Zehn-Resultat, wie Daniel Hänel als Siebter und Maik Schubert als Neunter in der Klasse E1.

Kurt Reichel bestritt erst sein drittes Enduro-Rennen und schaffte dabei gleich seinen ersten Sieg. „Ich bin total happy! Nach dem zweiten Platz in Tucheim war es schon mein Ziel, in diesem Jahr noch einen Lauf zu gewinnen. Das es jetzt bereits geklappt hat, ist natürlich Spitze!“ Damit verwies Kurt in der Klasse E1B seinen Teamkollege Tobias Opitz auf Rang zwei. Ebenfalls stark in Szene setzten sich Marvin Poller als Vierter in der E2B und Etienne Ulbricht als Fünfter in der E3B.

In der Senioren-Klasse unterstrich Dirk Peter, das er nichts von seinem Können verlernt hat. Der Deutsche Enduro Meister von 2002 setzte sich mit 16 Sekunden gegenüber seinem Hauptkonkurrenten Sven Kiedrowski durch und zeigte sich dementsprechend zufrieden: „Nachdem ich den Auftakt knapp verloren hatte, wollte ich mir nicht noch einmal die Blöße geben“, schmunzelte Dirk und ergänzt, „es war wirklich eine richtig schöne Geländefahrt!“ Teamfahrer Rene Uhle und Jens Oestreich wurden Siebter und Achter bei den Senioren, während Anna-Lena Siebenhühner einen guten fünften Platz bei den Damen belegte.

Bereits am kommenden Wochenende sind die DEM-Fahrer in Woltersdorf gefragt. Die Starter des Deutschen Enduro-Cup sowie der Senioren- und Damen-Klasse können hingegen noch ein freies Wochenende genießen, bevor es für sie in Kempenich weiter geht.

 Text: Peter Teichmann