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  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

  Mo-Fr: 9:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr, Sa: 09:00 - 12:00 Uhr

3. Lauf zum Deutschen Enduro-Cup in Kempenich – Bevor das große Finale direkt vor der Haustür in Zschopau stattfindet, mussten die Fahrer des Deutschen Enduro Cups noch eine weite Reise ganz in den Westens Deutschlands in Kauf nehmen. Beim dritten Wertungslauf in Kempenich wurden die Weichen maßgeblich für den Ausgang der Meisterschaft gestellt. Die Streckenführung in der Eifel präsentierte sich, bis auf kleinere Abschnitte, als eher harmlos. Die Tests waren auf einem Acker bzw. in der obligatorischen Lavasand-Grube abgesteckt. Während am Morgen die Landschaft noch von einer dünnen Reifschicht überzogen war, staubte es im weiteren Tagesverlauf an allen Ecken und Enden. Der extrem trockene Sommer hatte auch hier unübersehbar seine Spuren hinterlassen.

Für das Highlight aus Teamsicht sorgte Kurt Reichel. Der 19-jährige Scharfensteiner gewann die Klasse E1B mit einer dreiviertel Minute Vorsprung sehr souverän und im B-Championat wurde er guter Fünfter! „Schade, dass mir der erste Test auf dem Acker nicht so entgegenkam. Da habe ich leider immer viel Zeit liegen lassen. Dafür fand ich die zweite Sonderprüfung richtig klasse. Die hat mir sehr viel Spaß gemacht und meine Zeiten stimmten“, berichtet Kurt, der dort im letzten Durchgang die absolute Bestzeit nur um zweieinhalb Sekunden verpasste. In der Gesamtwertung baute er seinen Vorsprung auf fünf Zähler aus.

Für Marvin Poller lief es hingegen nicht ganz so rund. „Ich hatte mir mehr erhofft“, gab der Zschopauer offen zu. „In der ersten Runde habe ich zu viele Fehler gemacht. Mehr wie Platz vier war so am Ende leider nicht drin.“ In der Cup-Wertung liegt er derzeit ebenfalls auf dem undankbaren vierten Rang, mit sechs Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten. „Ich möchte unbedingt noch unter die Top Drei kommen, dafür werde ich mir in Zschopau den Hintern aufreißen“, blickt Marvin voller Tatendrang schon auf kommenden Samstag.

Ebenfalls in der E2B war Tobias Hauptlorenz unterwegs. Der Thüringer belegte einen soliden zehnten Tagesrang. Die gleiche Platzierung erreichte auch Etienne Ulbricht in der E3B, obwohl für den Oederaner wesentlich mehr möglich gewesen wäre. „Ich habe zwei Strafminuten kassiert, da sich unsere ganze Startgruppe gemeinsam in der ersten Runde verfahren hatte. Als wir es merkten, war es schon zu spät, um noch in der Zeitvorgabe zu bleiben. Sehr ärgerlich, das Ganze“, zeigt sich Etienne sichtlich enttäuscht.

Dirk Peter fuhr bei den Senioren erneut auf das Podium, auch wenn es diesmal nicht ganz für das oberste Treppchen gereicht hat. „In der zweiten Prüfung hat es mich leider runter gehauen. Ansonsten war ich zwar vorn dabei, aber leider fehlten pro Prüfung immer ein, zwei Sekunden. Ich war einfach nicht schnell genug“, erkannte Dirk fair an, der sich ohnehin nicht ganz wohl fühlte. „Das soll aber keine Ausrede sein. Ich schaue jetzt auf Zschopau und bin voll motiviert, dort zu gewinnen. Schließlich ist das schon wie eine zweite Heimat für mich, so lange wie ich schon für Harald fahre“, bekennt die „Thüringer Bratwurst“, der nun schon seit fast 20 Jahren dem Team Sturm angehört. „Von daher wäre es schon ein kleiner Traum, den Senioren-Titel in Zschopau klar zu machen!“

René Uhle wurde in der gleichen Kategorie guter Sechster, während Mario Fräßdorf als Elfter nur denkbar knapp mit 0,87 Sekunden an der zehnten Position vorbei schrammte. In der Damen-Klasse wurde das Team Sturm erneut von Anna-Lena Siebenhühner gut vertreten, die am Ende Platz sechs belegte.


Text: Peter Teichmann