Mit einer 111-jährigen Geschichte hat ein Unternehmen wie Husqvarna natürlich eine Menge an Traditionen zu wahren. Eine, in den letzten Jahren leider in Vergessenheit geratene, ist jene der Supermotos – die SM-Modelle der Schweden sind legendär. Mit der Übernahme durch KTM kehrt Husqvarna nun endlich wieder auf öffentliches Kurvengewirr zurück – mit der 701 Supermoto kann bereits ab nächstem Jahr gewütet werden!

Mit der 701 Supermoto macht Husqvarna wahr, worauf die Fans nun schon länger hoffen: Der erste entscheidende Schritt in Richtung Straßenmaschinen. Zwar wird die Produktpalette erst Ende Sommers 2015 um die 701 Supermoto erweitert, die Optik und Technik der großen Supermoto schüren aber schon jetzt die Freude enorm. Der Motor stammt, wen wundert´s, von der potenten KTM 690er-Reihe, wurde aber in Bezug auf Design und Elektronik an die Husqvarna angepaßt. Resultat sind 67 PS bei 7500 Umdrehungen und ein Drehmoment von 68 Newtonmeter bei 6000 Touren – die bei einem Motor-Eigengewicht von nur 43,4 Kilo durchaus beeindrucken.

 

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Bremse mit ABS - aber abschaltbar

Auch auf der Husqvarna wird es drei verschiedene, einstellbare Kennfelder geben, durch die der Fahrer zwischen „Standard“, „Komfort“ und „Sport“ wählen kann. Gebremst wird, wie es sich für eine rassige Supermoto nun mal gehört, äußerst bissig, die Brembo-Vierkolbenanlage wird wohl ordentlich zupacken. Zur Sicherheit ist auch ein Bosch-ABS verbaut, das sich aber, für alle Puristen zur Erleichterung, abschalten läßt.


Innovative Lösungen und cooles Design

Besonders beeindruckend ist das geringe Gesamtgewicht, das trotz ABS und APTC-Antihopping-Kupplung nur 145 Kilo beträgt. Diese Leichtigkeit erkennt man auch an der Verkleidung, die zwar stylish aber extrem minimalistisch ausfällt. Vor allem der lange, bereits weit vorne beginnende Sattel stellt eine Innovation dar. Aber auch andere interessante Ideen und Lösungen wurden untergebracht, so liegt der Tank gut integriert an der rechten Seite, dort wo auf der linken Seite der Auspuff sitzt.

Die Performance dürfte somit sehr ähnlich jener der KTM 690 SMC R sein, die ja bekanntlich ein unglaubliches Spaßgerät ist. Vermutlich wird sich auch der Preis in deren Region bewegen, über 10.000 Euro sollten Fans bis zum Sommer 2015 also schon zusammen gescheffelt haben!